Begriff
Monitoring
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Monitoring ist die laufende Überwachung von Systemen auf Zustände, die zu einem Ausfall führen, also volle Festplatten, defekte Platten in einem Verbund, gescheiterte Sicherungen und nicht mehr erreichbare Dienste. Der Sinn ist nicht, den Ausfall zu melden, sondern ihn vorher zu verhindern. In einem kleinen Betrieb genügen dafür fünf Werte, die neun von zehn Ausfällen ankündigen, und ein Monitoring, dessen Meldungen niemand liest, ist keines.
Was in einem kleinen Betrieb überwacht gehört
Sehr wenig, aber das zuverlässig. Erstens der freie Speicherplatz auf Server und Arbeitsplätzen. Zweitens der Zustand der Festplatten und der Fehlerzähler, den sie selbst führen. Drittens Erfolg oder Misserfolg jeder Datensicherung. Viertens die Erreichbarkeit der wichtigen Dienste: Server, Internetanbindung, E-Mail, Drucker, Firewall. Fünftens ob Updates tatsächlich eingespielt wurden. Fünf Werte, die neun von zehn Ausfällen ankündigen. Alles Weitere ist Zugabe.
Wie es technisch läuft
Auf den Geräten läuft ein kleines Programm (ein Agent), das regelmäßig Werte misst und an eine zentrale Stelle meldet, oder die zentrale Stelle fragt die Geräte selbst ab. Überschreitet ein Wert eine Schwelle, entsteht eine Meldung: zum Beispiel weniger als zehn Prozent freier Platz oder eine Sicherung, die in der Nacht nicht fertig wurde. Die Meldung geht an eine Person, die handeln kann. Entscheidend ist, was danach passiert: Wer schaut hin, binnen welcher Zeit, und wer entscheidet, ob der Betrieb informiert wird?
Warum weniger mehr ist
Ein Monitoring, das täglich zwanzig Meldungen erzeugt, wird nach zwei Wochen ignoriert, und dann geht die eine wichtige Meldung mit unter. Deshalb werden Schwellen so gesetzt, dass eine Meldung etwas bedeutet. Lieber fünf Werte, bei denen jede Meldung eine Handlung auslöst, als fünfzig, die niemand mehr ansieht. Gute Monitoring-Pflege heißt auch, Meldungen wieder abzuschalten, die sich als bedeutungslos erwiesen haben.
Monitoring ist nicht Überwachung der Mitarbeiter
Gemeint ist die Überwachung von Technik, nicht von Personen. Es geht um Speicherplatz, Plattenzustand und Dienste, nicht um besuchte Seiten, Tastenanschläge oder Arbeitszeiten. Diese Trennung ist auch datenschutzrechtlich wichtig: Eine technische Überwachung ohne Personenbezug ist unproblematisch, eine Überwachung von Mitarbeitern dagegen zustimmungs- oder mitbestimmungspflichtig und gehört nicht in die IT-Betreuung.
Der Zusammenhang mit Sicherung, RAID und Server
Monitoring ist der Teil, der die anderen Maßnahmen wirksam macht. Ein RAID fängt den Ausfall einer Platte ab, aber nur dann, wenn jemand merkt, dass es passiert ist. Eine Datensicherung schützt nur, wenn auffällt, dass sie in der letzten Nacht gescheitert ist. Ein Terminalserver bleibt nur verfügbar, wenn Arbeitsspeicher und Plattenplatz im Blick sind. Wie die Betreuung dazu aussieht, beschreibt die Seite Server und Datensicherung.
Typische Fehler
Die Meldungen gehen an eine Adresse, die niemand liest, etwa die eines ehemaligen Mitarbeiters. Die Sicherung wird überwacht, aber nur ob sie lief, nicht ob sie wiederherstellbar ist. Schwellen sind zu empfindlich eingestellt, sodass das System ständig Alarm schlägt und niemand mehr reagiert. Es gibt kein Monitoring für Dinge außerhalb des Servers: Internetanbindung, Firewall, Zertifikate, die ablaufen. Und es gibt keine Berichte, sodass der Nutzen unsichtbar bleibt und das Monitoring beim ersten Sparzwang gestrichen wird.
In der Praxis
In der Server-Betreuung für 89 € im Monat je Server ist das Monitoring der eigentliche Inhalt: Wir sehen die volle Platte, die kippende Festplatte und die gescheiterte Sicherung, bevor der Betrieb sie merkt. Die überwachte Datensicherung gibt es ab 49 € im Monat, die laufende Betreuung der Arbeitsplätze ab 29 € je Arbeitsplatz und Monat. Der sichtbare Nutzen ist paradoxerweise, dass nichts passiert, und genau das macht Monitoring zu dem Posten, den Betriebe am ehesten streichen wollen. Dagegen hilft nur eines: ein Bericht. Wenn schwarz auf weiß dasteht, dass in drei Monaten zwei Platten getauscht und vier volle Datenträger geleert wurden, ist die Frage nach dem Nutzen beantwortet, ohne dass jemand sie stellen musste.
Richtpreise, netto zzgl. USt. Stand: Oktober 2026 · IT-Betreuung Kosten
Der verbreitete Irrtum
„Wir merken schon, wenn etwas kaputt ist.“ Sicher, nur eben dann, wenn es kaputt ist. Der Unterschied zwischen einem Termin und einem Notfall liegt in den drei Wochen davor, in denen es sich angekündigt hat.
Für Betriebe in Oberösterreich: Überwachen, ohne vor Ort zu sein
In vielen Betrieben in Oberösterreich und im Salzkammergut ist niemand im Haus, der auf die Technik achtet: Der Inhaber ist auf der Baustelle, die Ordination hat Mittagspause, das Gasthaus ruhig, wenn der Server nachts sein Update macht. Monitoring ersetzt den Blick, den sonst niemand hat, und es funktioniert aus der Ferne, ohne dass jemand anreisen muss. Das ist gerade bei weiten Wegen ein Vorteil, wenn eine Platte am Samstag ihren Dienst quittiert. Auch rechtlich zahlt sich das aus: Wer nachweisen kann, dass Sicherung und Systeme überwacht werden, hat es bei Fragen der Datenschutzbehörde leichter, angemessene technische Maßnahmen im Sinne der DSGVO zu belegen, und die Aufbewahrungsfrist für Buchhaltungsunterlagen von sieben Jahren (BAO § 132) wird nur eingehalten, wenn die Sicherung wirklich läuft.
Florin Feier aus Lenzing betreut die Überwachung per Fernwartung und kommt vor Ort, wenn Hardware getauscht werden muss, etwa in Vöcklamarkt, Vöcklabruck, Gmunden, Wels, Linz, Salzburg oder im Salzkammergut. Einstieg ist die EDV- und IT-Betreuung; Hinweise, woran Sie Ausfälle erkennen, bevor sie teuer werden, gibt der Beitrag Was kostet ein Serverausfall. Wie ein Server mit Überwachung aufgebaut wird, steht unter Server einrichten.
Häufige Folgefragen
- Was wird beim Monitoring genau überwacht?
- Technische Werte wie freier Speicherplatz, Plattenzustand, Erfolg der Sicherung, Erreichbarkeit der Dienste und der Stand der Updates. Inhalte von Dateien und Mails sowie das Verhalten der Mitarbeiter gehören nicht dazu.
- Brauche ich Monitoring, wenn ich nur wenige Arbeitsplätze habe?
- Für Arbeitsplätze allein ist es meist entbehrlich, für Server und Datensicherung lohnt es sich fast immer. Dort richtet ein unbemerkter Fehler den größten Schaden an, und die Kosten der Überwachung sind gering.
- Wer bekommt die Meldungen?
- Die Meldungen gehen an den Dienstleister, der sie bearbeitet, und bei Bedarf an eine Person im Betrieb. Wichtig ist, dass die Empfängeradresse gepflegt wird und eine Vertretung besteht, damit nichts im Urlaub liegen bleibt.
- Wie schnell wird auf eine Meldung reagiert?
- Das richtet sich nach der Art der Meldung und nach der Vereinbarung. Eine volle Platte ist ein Termin in den nächsten Tagen, eine gescheiterte Sicherung wird am selben Tag geprüft, ein ausgefallener Server ist ein Notfall.
Wollen Sie das für Ihren Betrieb klären? Sie können Ihren Fall zu Server & Datensicherung besprechen oder ein Angebot für Server & Datensicherung zusammenstellen.
Zum Weiterlesen: Die Vergleiche zwischen IT-Lösungen helfen bei der Entscheidung, die Checklisten für den Betrieb beim Abarbeiten.
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