Begriff
Backup
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Ein Backup ist eine Kopie der Daten, aus der sich im Schadensfall der Betrieb wiederherstellen lässt. Entscheidend ist nicht, dass die Sicherung läuft, sondern dass sie sich zurückspielen lässt: Eine Sicherung, aus der noch nie etwas zurückgeholt wurde, ist keine Sicherung, sondern eine Hoffnung. Mindestens eine Kopie gehört getrennt vom Netzwerk aufbewahrt, und wer nur 7 Tage vorhält, bemerkt eine schleichende Verschlüsselung oft zu spät. Die überwachte Datensicherung kostet bei uns ab 49 € im Monat.
Die drei Fragen, die zählen
Erstens: Wann wurde zuletzt eine Wiederherstellung getestet, und wer war dabei? Zweitens: Liegt mindestens eine Kopie an einem anderen Ort und getrennt vom Netzwerk? Drittens: Wie weit reicht die Sicherung zurück? Wer nur sieben Tage vorhält, bemerkt eine schleichende Verschlüsselung oft zu spät, dann sind alle vorhandenen Stände bereits betroffen. Wer alle drei Fragen mit einem Datum, einem Ort und einer Zahl beantworten kann, hat eine Sicherung. Alles andere ist ein Programm, das Dateien kopiert.
Die 3-2-1-Regel für kleine Betriebe
Eine Faustformel hilft bei der Planung: drei Kopien der Daten (das Original und zwei Sicherungen), auf zwei verschiedenen Medien, davon eine außer Haus oder getrennt vom Netz. Für einen Betrieb heißt das zum Beispiel: Daten auf dem Server, eine Sicherung auf einem zweiten Gerät im Büro, eine weitere in einem verschlüsselten Cloud-Speicher oder auf einem Medium, das nicht dauernd angeschlossen ist. Ausführlich erklärt der Beitrag Datensicherung richtig prüfen den Ablauf.
Warum der grüne Haken nichts beweist
Sicherungsprogramme melden Erfolg, wenn sie alle Dateien lesen und schreiben konnten. Sie prüfen nicht, ob das Geschriebene wieder lesbar ist, ob die Datenbank im Moment der Sicherung in einem sauberen Zustand war, und schon gar nicht, ob überhaupt die richtigen Verzeichnisse in der Auswahl stehen. Der häufigste Fund in der Praxis ist genau Letzteres: Eine neue Freigabe, ein neues Laufwerk oder ein Postfach liegt außerhalb der Auswahl und wurde nie gesichert.
Wiederherstellung üben
Zwei Zahlen entscheiden im Ernstfall: Wie viel Datenverlust ist verkraftbar (Stunden oder ein Tag?) und wie lange darf die Wiederherstellung dauern? Beide lassen sich nur durch einen Versuch ermitteln. Ein sinnvoller Test holt eine Datei, ein Postfach und einen Ordner zurück und stoppt die Zeit, etwa einmal im Jahr, besser öfter. Danach wird festgehalten, was dauerte und was fehlte. Diese Notiz ist wertvoller als jedes Gütesiegel der Sicherungssoftware.
Typische Fehler beim Backup
Erstens: Die Sicherungsplatte steckt dauernd am Server und wird bei einem Angriff mit verschlüsselt. Zweitens: Es wird nur auf dasselbe Gerät gesichert, auf dem die Daten liegen. Drittens: Meldungen über Fehlschläge gehen an eine Mailadresse, die niemand liest. Viertens: Nur die Dateien sind gesichert, aber nicht der Server selbst, sodass nach einem Totalausfall Tage für die Neuinstallation fehlen. Fünftens: Cloud-Dienste wie Microsoft 365 gelten als gesichert, obwohl deren Papierkorb nur begrenzte Zeit hält. Wie ein Angriff abläuft und warum Sicherungen darin eine Rolle spielen, erklärt der Eintrag Ransomware.
In der Praxis
Die überwachte Datensicherung kostet bei uns ab 49 € im Monat. Darin steckt weniger Technik als Disziplin: Jeder Durchlauf wird geprüft, ein Fehlschlag fällt am selben Tag auf, und die Wiederherstellung wird regelmäßig getestet, samt der Zeit, die sie gedauert hat. Diese eine Zahl ist die belastbarste Aussage, die ein Betrieb über seine IT treffen kann. Für einen Betrieb mit fünfzehn Arbeitsplätzen heißt das konkret: Server täglich, wichtige Postfächer und Cloud-Daten zusätzlich, eine Kopie außer Haus, und mindestens 30 Tage Rückblick, damit eine schleichende Verschlüsselung noch gefunden wird.
Richtpreise, netto zzgl. USt. Stand: Oktober 2026 · IT-Betreuung Kosten
Der verbreitete Irrtum
„Das liegt doch in der Cloud.“ Cloud-Dienste schützen vor Hardwareausfall, nicht vor Löschen, Überschreiben oder Verschlüsselung. Gelöschte Postfächer und Dateien liegen je nach Einstellung nur begrenzte Zeit im Papierkorb, danach sind sie weg, auch für den Anbieter.
Datensicherung und Aufbewahrung in Österreich
In Österreich spielt bei der Datensicherung eine Rolle, was gesetzlich aufzubewahren ist. Buchhaltungsunterlagen sind nach der Bundesabgabenordnung (BAO § 132) sieben Jahre aufzubewahren, und diese Daten müssen in dieser Zeit auch lesbar sein. Ein Backup, das nach einem Jahr überschrieben wird, ersetzt keine Aufbewahrung; beide Aufgaben sind getrennt zu planen. Dazu kommt die DSGVO: Art. 32 verlangt die Fähigkeit, Daten nach einem Zwischenfall rasch wiederherzustellen, und bei einer Datenpanne ist die Datenschutzbehörde binnen 72 Stunden zu informieren (Art. 33). Die Fristen erklärt im Detail der Beitrag Aufbewahrungsfristen in Österreich.
Florin Feier aus Lenzing richtet die Datensicherung per Fernwartung ein, prüft sie laufend und testet die Wiederherstellung, bei Bedarf auch vor Ort in Vöcklabruck, Gmunden, Salzburg, Linz, Wels und im Salzkammergut. Die Einrichtung ist unter Datensicherung einrichten beschrieben, die Betreuung unter Server und Datensicherung; für Betriebe im Innviertel gibt es die Seite IT-Service in Ried im Innkreis. Was die Sicherung für den eigenen Betrieb kostet, lässt sich im Kostenrechner ausrechnen: Kosten der Datensicherung berechnen.
Häufige Folgefragen
- Wie oft sollte ein Betrieb sichern?
- Mindestens täglich. Entscheidend ist, wie viel Arbeit im schlimmsten Fall verloren gehen darf. Bei Daten, die sich stündlich ändern, etwa in einer Warenwirtschaft, ist eine häufigere Sicherung sinnvoll. Wichtig ist, dass jeder Durchlauf geprüft wird.
- Was kostet eine überwachte Datensicherung?
- Die überwachte Datensicherung kostet bei uns ab 49 € im Monat. Sie umfasst die tägliche Prüfung der Durchläufe und regelmäßige Wiederherstellungstests. Speicherkosten bei Dritten, soweit anfallen, kommen je nach Umfang hinzu.
- Reicht eine externe Festplatte, die ich selbst anstecke?
- Sie ist besser als nichts, aber riskant. Sie wird vergessen, sie hängt oft dauernd am Gerät und wird beim Angriff mit verschlüsselt, und niemand prüft sie. Eine automatische Sicherung mit Kontrolle ist deutlich zuverlässiger.
- Sind meine Microsoft-365-Daten automatisch gesichert?
- Nein. Microsoft sichert die Plattform, nicht Ihre Inhalte im Sinne einer Wiederherstellung nach Löschen oder Verschlüsselung. Gelöschte Elemente liegen nur begrenzt im Papierkorb. Wer die Daten braucht, sichert Postfächer und Dateien zusätzlich.
- Wie lange müssen Sicherungen aufbewahrt werden?
- Ein Backup ist keine Archivierung. Für Buchhaltungsunterlagen gilt in Österreich eine Aufbewahrungspflicht von sieben Jahren (BAO § 132); das ist eine eigene Aufgabe neben der Sicherung. Wie lange Sicherungsstände zurückreichen sollen, legen Sie nach Ihrem Bedarf fest, mindestens aber so, dass Schäden bemerkt werden.
Wollen Sie das für Ihren Betrieb klären? Sie können Ihren Fall zu Server & Datensicherung besprechen oder ein Angebot für Server & Datensicherung zusammenstellen.
Zum Weiterlesen: Die Vergleiche zwischen IT-Lösungen helfen bei der Entscheidung, die Checklisten für den Betrieb beim Abarbeiten.
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