IT-Notfall: was in den ersten 30 Minuten zu tun ist

Es eilt — hier entlang

Rufen Sie an, statt zu schreiben. Ein Anruf spart bei einer laufenden Störung mehr Zeit als jede Beschreibung per E-Mail.

Bei einem IT-Notfall entscheiden die ersten Minuten über den Schaden. Die wichtigste Regel gilt in allen vier Fällen: Betroffene Geräte vom Netzwerk trennen, aber nicht ausschalten und nichts löschen — der Arbeitsspeicher und die Protokolle enthalten die Spuren, die für die Wiederherstellung und für eine Meldung gebraucht werden. Danach Hilfe holen. Wir sind an Werktagen unter der unten stehenden Nummer erreichbar und beginnen per Fernwartung meist innerhalb von Minuten.

Diese Seite ist zum Handeln da, nicht zum Lesen. Suchen Sie unten Ihren Fall und arbeiten Sie die Schritte der Reihe nach ab. Alles Weitere — Ursachensuche, Wiederherstellung, Meldepflichten — kommt danach. Wir sind ausdrücklich auch dann erreichbar, wenn Sie kein Kunde von uns sind; ein akuter Notfall ist der falsche Zeitpunkt für eine Vertragsfrage.

Dateien sind verschlüsselt (Ransomware)

Dateien lassen sich nicht mehr öffnen, haben neue Endungen, oder es liegt eine Textdatei mit einer Lösegeldforderung im Ordner.

Die ersten Schritte

  1. Betroffene Rechner und Server sofort vom Netzwerk trennen — Kabel ziehen oder WLAN abschalten. Nicht ausschalten.
  2. Alle anderen Geräte im selben Netz prüfen: Sind dort ebenfalls Dateien betroffen? Im Zweifel ebenfalls trennen.
  3. Datensicherung sofort physisch trennen, falls sie am Netz hängt — sonst wird sie mitverschlüsselt.
  4. Fotos vom Bildschirm machen: Erpressernachricht, Dateiendungen, Zeitpunkt. Das ist Beweismaterial und hilft bei der Zuordnung.
  5. Hilfe holen und den Vorfall melden — bei personenbezogenen Daten läuft eine Frist von 72 Stunden zur Meldung an die Datenschutzbehörde.

Was Sie jetzt nicht tun sollten

  • Nicht zahlen, bevor jemand die Sicherung geprüft hat — in den meisten Fällen ist eine Wiederherstellung möglich.
  • Keine Entschlüsselungsprogramme aus dem Internet ausführen; ein großer Teil davon ist selbst Schadsoftware.
  • Die betroffenen Geräte nicht neu installieren, bevor die Ursache bekannt ist — sonst kommt es wieder.

Der Server ist ausgefallen

Niemand kommt mehr an die Daten, das Warenwirtschaftssystem startet nicht, Netzlaufwerke sind verschwunden.

Die ersten Schritte

  1. Prüfen, wie weit es reicht: Betrifft es alle Arbeitsplätze oder nur einen? Ist das Netzwerk insgesamt betroffen?
  2. Am Server nachsehen, ohne etwas zu verändern: Läuft er? Blinken Fehler-Leuchten? Steht eine Meldung auf dem Bildschirm?
  3. Stromversorgung und Netzwerkverbindung prüfen — überraschend oft liegt es an einem Stecker oder an der unterbrechungsfreien Stromversorgung.
  4. Nichts neu starten, bevor jemand den Zustand gesehen hat. Ein Neustart kann Fehlermeldungen löschen, die zur Diagnose gebraucht werden.
  5. Hilfe holen und parallel klären, welche Arbeit übergangsweise ohne den Server weiterlaufen kann.

Was Sie jetzt nicht tun sollten

  • Keine Festplatten tauschen oder herausziehen — bei einem Verbund kann das den letzten intakten Stand zerstören.
  • Nicht mehrfach hintereinander neu starten; bei defekter Hardware verschlimmert das den Schaden.
  • Keine Wiederherstellung starten, ohne vorher zu prüfen, wie alt die Sicherung ist.

Ein Postfach wurde übernommen

Es gehen Mails von Ihrer Adresse ab, die niemand geschrieben hat, oder Kunden melden seltsame Nachrichten mit Ihrem Absender.

Die ersten Schritte

  1. Passwort des betroffenen Kontos sofort ändern — von einem anderen, sauberen Gerät aus.
  2. Alle angemeldeten Sitzungen beenden (in Microsoft 365 und Google Workspace mit einem Klick möglich).
  3. Zwei-Faktor-Anmeldung aktivieren, falls noch nicht geschehen. Ohne sie ist das neue Passwort nach dem nächsten Vorfall genauso schnell weg.
  4. Weiterleitungsregeln und Postfachregeln prüfen: Angreifer legen fast immer eine unauffällige Regel an, die Antworten heimlich umleitet.
  5. Empfänger warnen, die betroffene Nachrichten bekommen haben könnten — besonders bei Rechnungen mit geänderter Bankverbindung.

Was Sie jetzt nicht tun sollten

  • Das Konto nicht einfach löschen — damit verschwinden auch die Protokolle, die zeigen, was passiert ist.
  • Nicht auf die betrügerischen Nachrichten antworten oder darin enthaltene Links öffnen.
  • Keine Zahlung freigeben, die aus dieser Kommunikation stammt, bevor sie telefonisch bestätigt ist.

Ein Notebook oder Telefon ist weg

Ein Gerät mit Firmendaten wurde verloren oder gestohlen — im Zug, im Auto, auf der Baustelle.

Die ersten Schritte

  1. Prüfen, ob das Gerät verwaltet ist: Dann lässt es sich aus der Ferne sperren und löschen. Das ist der wichtigste Schritt und dauert Minuten.
  2. Passwörter der Konten ändern, die auf dem Gerät angemeldet waren — E-Mail zuerst, dann alles, was daran hängt.
  3. Angemeldete Sitzungen dieses Geräts in allen Diensten beenden.
  4. Festhalten, was auf dem Gerät lag: Kundendaten, Personaldaten, Zugangsdaten. Davon hängt ab, ob eine Meldepflicht besteht.
  5. Bei Diebstahl Anzeige erstatten und den Vorfall intern dokumentieren, mit Uhrzeit und betroffenen Daten.

Was Sie jetzt nicht tun sollten

  • Nicht abwarten, ob es wieder auftaucht — die Sperre lässt sich zurücknehmen, verlorene Zeit nicht.
  • Nicht davon ausgehen, dass ein Anmeldekennwort genügt: Ohne Festplattenverschlüsselung ist es in Minuten umgangen.
  • Den Vorfall nicht ungemeldet lassen, wenn personenbezogene Daten betroffen sind.

Was danach zu tun ist

Wenn der Betrieb wieder läuft, beginnt der zweite Teil: Ursache feststellen, Lücke schließen, Vorfall dokumentieren. Genau dieser Teil wird am häufigsten übersprungen — mit dem Ergebnis, dass derselbe Vorfall Monate später erneut auftritt. Ein IT-Sicherheitscheck mit schriftlichem Bericht kostet 490 € und endet mit einer nach Dringlichkeit sortierten Liste. Wer danach eine laufende Betreuung möchte: ab 29 € je Arbeitsplatz und Monat, überwachte Datensicherung ab 49 € im Monat.

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Häufige Fragen

Sollen wir bei einer Verschlüsselung zahlen?

Nicht, bevor jemand die Datensicherung geprüft hat. In den meisten Fällen, in denen eine getrennt aufbewahrte Sicherung vorhanden ist, führt die Wiederherstellung schneller und sicherer zum Ziel als eine Zahlung. Eine Zahlung garantiert weder die Entschlüsselung noch, dass die Daten nicht trotzdem veröffentlicht werden — und sie finanziert die nächste Welle. Die Entscheidung liegt bei Ihnen; wir liefern die Grundlage dafür.

Müssen wir einen Vorfall melden?

Wenn personenbezogene Daten betroffen sind, sieht die DSGVO eine Meldung an die Aufsichtsbehörde innerhalb von 72 Stunden vor, sobald Ihnen der Vorfall bekannt ist. Ob eine Meldepflicht besteht und wie sie formuliert wird, gehört mit einer rechtskundigen Stelle abgestimmt. Was wir liefern, sind die technischen Feststellungen: was betroffen war, wann, und welche Daten erreichbar waren.

Wie schnell sind Sie im Notfall da?

Per Fernwartung beginnen wir an Werktagen meist innerhalb von Minuten nach dem Anruf — die Anfahrt entfällt, und genau das ist im Notfall der Unterschied. Wenn jemand vor Ort sein muss, kommen wir im Umkreis von rund einer Fahrstunde um Lenzing; die Fahrzeit zu den einzelnen Orten steht auf unseren Regionsseiten.

Wir haben keine Datensicherung. Ist alles verloren?

Nicht zwingend, aber es wird aufwendig. Je nach Fall lassen sich Daten aus Schattenkopien, aus Cloud-Papierkörben oder direkt von den Datenträgern rekonstruieren — mit ungewissem Ergebnis und deutlich höherem Aufwand. Genau deshalb ist die geprüfte Sicherung die günstigste Versicherung, die es in der IT gibt.

Wenn es gerade brennt: kurz schildern

Ein Satz genügt — was ist ausgefallen und seit wann. Wenn es eilt, rufen Sie besser an; das Formular ist für den Fall, dass gerade niemand telefonieren kann.

Lieber direkt sprechen? WhatsApp +43 676 3808501

Wir rufen Sie zurück

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