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Begriff

Fernwartung

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Fernwartung bedeutet, dass ein Techniker über eine gesicherte Verbindung auf einen Rechner oder Server zugreift, statt vor Ort zu erscheinen. Bei einer Sitzung mit Ihrer Zustimmung sieht er, was auf Ihrem Bildschirm steht, Sie sehen jeden Schritt mit und können jederzeit abbrechen. Der weit überwiegende Teil der Störungen an Arbeitsplätzen lässt sich so beheben, ohne dass jemand anreisen muss; für Server gibt es zusätzlich dauerhafte Wartungszugänge, weil Updates außerhalb der Arbeitszeit laufen müssen.

Wie eine Sitzung abläuft

Sie melden ein Problem, bekommen einen Code oder eine Anfrage und bestätigen. Ab dann sieht der Techniker Ihren Bildschirm und kann Maus und Tastatur übernehmen, Sie sehen jede Bewegung mit. Mit dem Schließen des Fensters ist der Zugang beendet; ohne eine neue Freigabe kommt niemand zurück auf das Gerät. Für die meisten Störungen ist das der schnellste Weg überhaupt, weil die Arbeit innerhalb von Minuten beginnt statt nach einer Anfahrt. Typisch ist eine Sitzung von 15 bis 45 Minuten: Das Problem wird gemeinsam nachgestellt, die Ursache gesucht, der Fehler behoben und anschließend geprüft, ob es wirklich funktioniert.

Was der Dienstleister dabei sieht

Er sieht, was auf dem Bildschirm steht, und kann das tun, was Ihr Benutzerkonto auch darf. Wer während der Sitzung eine offene Gehaltsabrechnung oder ein privates Postfach auf dem Schirm hat, zeigt sie damit. Deshalb gilt eine einfache Regel: Vor der Freigabe alles schließen, was nicht zum Problem gehört. Hat der Dienstleister im Rahmen seiner Arbeit Zugriff auf personenbezogene Daten, braucht es außerdem einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Wie das im Detail aussieht, steht im Beitrag Fernwartung: Was sieht der Dienstleister?.

Der Unterschied zum dauerhaften Wartungszugang

Ein Server lässt sich nicht nur nach Anruf betreuen, weil dort nachts Updates laufen und rund um die Uhr überwacht wird. Dafür gibt es einen dauerhaften Zugang. Der gehört auf eine benannte Person ausgestellt, mit Zwei-Faktor-Anmeldung geschützt und protokolliert, nicht als gemeinsames Passwort, das „die IT-Firma“ kennt. Wer wechselt oder ausscheidet, verliert den Zugang am selben Tag. Diese Unterscheidung wird häufig übersehen, und sie ist der eigentliche Kern jeder Diskussion über Fernwartung. Mehr dazu im Beitrag Zugänge für IT-Dienstleister.

Was sich fernwarten lässt und was nicht

Per Fernwartung lösbar sind Software- und Konfigurationsfehler: Programme, die nicht starten, Updates, die hängen, Outlook, das nach dem Kennwort fragt, Konten und Berechtigungen, Druckertreiber, Netzlaufwerke, ein Rechner, der langsam geworden ist. Vor Ort bleibt, was Hände braucht: ein defektes Netzkabel, ein ausgefallenes Netzteil, der Austausch einer Festplatte, der Aufbau eines neuen Arbeitsplatzes, die Verkabelung im Büro. Fällt ein Rechner komplett aus und startet nicht mehr, ist die Fernwartung am Ende, weil keine Verbindung mehr entsteht; dann beginnt der Einsatz vor Ort.

Fernwartung ohne Vertrag

Fernwartung ist nicht an eine laufende Betreuung gebunden. Wer ein einzelnes Problem hat, etwa einen Drucker, der nicht druckt, oder einen Rechner, der nicht mehr hochfährt, bekommt dieselbe Sitzung auch einmalig: Sie geben den Zugriff frei, sehen jeden Schritt mit, abgerechnet wird nach Aufwand. Wie das abläuft und was es kostet, steht auf der Seite IT-Hilfe ohne Vertrag. Für Betriebe, die regelmäßig Hilfe brauchen, ist die laufende Betreuung meist die ruhigere Lösung.

Keine Fernwartung von Maschinen und Anlagen

Gemeint ist hier immer der Zugriff auf IT-Geräte: Rechner, Notebooks, Server, Netzwerkgeräte. Die Fernwartung von Produktionsmaschinen, Fertigungsanlagen oder Steuerungen (SPS) ist Automatisierungstechnik mit eigenen Herstellerzugängen und Protokollen und gehört nicht zum Leistungsangebot von WVM-IT.

Typische Fehler bei der Fernwartung

Erstens: ein Programm zur Fernsteuerung dauerhaft auf dem Rechner lassen, das jeder mit der Kennung benutzen kann. Zweitens: ein gemeinsames Passwort für alle Techniker, das nie geändert wird. Drittens: Zugang ohne zweiten Faktor, sodass ein abgefangenes Passwort genügt. Viertens: keine Aufzeichnung, wer wann auf welchem Gerät war, sodass sich im Zweifel nichts nachweisen lässt. Fünftens: Zugänge von ehemaligen Dienstleistern, die niemand je abgeschaltet hat. Jeder dieser Punkte lässt sich in einer Stunde beheben, und er sollte vor dem ersten Vorfall behoben sein, nicht danach.

In der Praxis

In einem Betrieb mit fünfzehn Arbeitsplätzen laufen erfahrungsgemäß über neun von zehn Störungen per Fernwartung ab: Drucker, Programme, Konten, E-Mail, Updates. Der erste Vorteil ist die Zeit: Eine Störung am Montagmorgen wird um halb neun gemeldet und um neun bearbeitet, nicht am Nachmittag nach der Anfahrt. Der zweite ist die Ruhe, denn niemand muss im Büro auf den Techniker warten. Wir rechnen Fernwartung mit 95 € je Stunde ab, Einsätze vor Ort mit 120 € je Stunde zuzüglich Anfahrt; in der laufenden Betreuung ab 29 € je Arbeitsplatz und Monat ist beides anders geregelt. Eine einfache Gewohnheit spart viel Ärger: Beim Melden einer Störung kurz aufschreiben, was zuletzt geändert wurde (neues Update, neues Gerät, neues Kennwort). In der Hälfte der Fälle steckt dort die Ursache.

Richtpreise, netto zzgl. USt. Stand: Oktober 2026 · Die Preisliste

Der verbreitete Irrtum

„Vor Ort ist sicherer.“ Das stimmt nicht: Wer vor Ort am Server sitzt, sieht dieselben Daten wie über die Fernverbindung, nur ohne Protokoll. Ein Fernzugang lässt sich lückenlos aufzeichnen, ein Besuch am Arbeitsplatz nicht.

Fernwartung für Betriebe in ganz Österreich

Für Betriebe in ganz Österreich, besonders im ländlichen Raum, ist Fernwartung der Normalfall, weil die Wege lang und die Betriebe klein sind: Eine Tischlerei im Hausruckviertel, eine Kanzlei in Wels oder eine Pension im Salzkammergut hat selten eine eigene IT-Abteilung, braucht aber im Alltag dieselben Dinge wie jeder größere Betrieb. In Österreich gilt wie überall in der EU die DSGVO, ergänzt durch das Datenschutzgesetz (DSG); die Datenschutzbehörde ist die Aufsicht. Sobald ein Dienstleister bei der Fernwartung personenbezogene Daten sehen kann, gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung dazu. Passwörter und Zugänge werden dabei nie per Mail verschickt, sondern persönlich oder telefonisch übergeben.

Florin Feier aus Lenzing erledigt das per Fernwartung oder, wenn Hände gebraucht werden, vor Ort in Vöcklabruck, Gmunden, Salzburg, Linz, Wels und im Salzkammergut. Wie ein Einsatz in Ihrer Nähe aussieht, zeigt zum Beispiel die Seite IT-Service in Vöcklabruck; die laufende Betreuung per Fernwartung steht unter EDV- und IT-Betreuung. Wer nur ein einzelnes Problem hat, findet den Weg ohne Vertrag unter IT-Hilfe per Fernwartung in ganz Österreich.

Häufige Folgefragen

Ist Fernwartung auch für kleine Betriebe sinnvoll?
Ja, gerade für kleine Betriebe. Die meisten Störungen sind Software- oder Konfigurationsfehler, die sich ohne Anfahrt beheben lassen. Das spart Zeit, weil die Arbeit sofort beginnt, und der Betrieb muss niemanden empfangen. Nur bei Hardwaredefekten ist ein Einsatz vor Ort nötig.
Wie sicher ist eine Fernwartungssitzung?
Sie ist sicher, wenn die Verbindung verschlüsselt ist, der Zugang auf eine Person ausgestellt ist und die Sitzung nur mit Ihrer Freigabe beginnt. Kritisch sind dauerhaft offene Zugänge ohne zweiten Faktor und gemeinsame Passwörter. Beides lässt sich vermeiden und gehört zu einer ordentlichen Einrichtung.
Kann der Dienstleister alle meine Daten sehen?
Er sieht, was auf dem Bildschirm steht, und kann tun, was Ihr Benutzerkonto darf. Er kann nur zugreifen, solange die Sitzung offen ist. Schließen Sie vorher persönliche oder vertrauliche Fenster und lassen Sie sich bei Zugriff auf personenbezogene Daten einen Auftragsverarbeitungsvertrag geben.
Was kostet eine einzelne Fernwartungssitzung?
Eine einzelne Sitzung ohne Vertrag wird nach Aufwand mit 95 € je Stunde abgerechnet. In der laufenden Betreuung ab 29 € je Arbeitsplatz und Monat sind die Leistungen anders geregelt. Die Details stehen auf der Seite IT-Hilfe ohne Vertrag.
Was passiert, wenn der Rechner gar nicht mehr startet?
Dann ist keine Fernverbindung möglich, weil das Gerät nicht läuft. Der Einsatz wechselt vor Ort, wo Hardware, Festplatte und Kabel geprüft werden. Ist die Datensicherung in Ordnung, ist auch ein Totalausfall meist an einem Tag behoben.

Wollen Sie das für Ihren Betrieb klären? Sie können Ihren Fall zu EDV-Betreuung besprechen oder ein Angebot für EDV-Betreuung zusammenstellen.

Zum Weiterlesen: Die Vergleiche zwischen IT-Lösungen helfen bei der Entscheidung, die Checklisten für den Betrieb beim Abarbeiten.

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