Begriff
VPN
Ein VPN (Virtual Private Network) baut einen verschlüsselten Tunnel zwischen einem Gerät und dem Firmennetz auf. Das Gerät verhält sich danach, als stünde es im Büro: Es erreicht Netzlaufwerke, Drucker und Server. Genau das ist zugleich der Haken — der heimische Rechner wird damit Teil Ihres Netzes, mit allem, was darauf läuft.
Was ein VPN technisch tut
Es verschlüsselt den gesamten Verkehr zwischen Gerät und Firma und leitet ihn durch eine einzige Verbindung. Für Angreifer im selben WLAN — im Hotel, im Café, am Flughafen — ist dieser Verkehr damit unlesbar. Aufgebaut wird das VPN meist von der Firewall am Firmenstandort; deshalb wird es fast immer zusammen mit ihr eingerichtet.
Wann ein Terminalserver die bessere Wahl ist
Beim VPN werden Dateien tatsächlich übertragen. Bei großen Dateien wird das langsam, und die Daten landen auf dem privaten Gerät. Ein Terminalserver überträgt stattdessen nur Bild und Tastatur — schneller bei großen Datenbeständen und datenschutzfreundlicher, weil auf dem Gerät zu Hause nichts liegen bleibt. Als Faustregel: VPN für einzelne Dienste, Terminalserver als Standardweg für alle.
In der Praxis
In kleineren Betrieben wird das VPN meist für zwei Dinge gebraucht: den Zugriff auf ein Netzlaufwerk und die Anbindung eines Standorts oder einer Baustelle. Firewall und VPN einzurichten kostet bei uns ab 690 €. Der Aufwand liegt selten in der Technik, sondern in der Frage, wer von wo aus was erreichen darf — und die gehört vor der Einrichtung geklärt, nicht danach.
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Der verbreitete Irrtum
„Mit VPN sind wir sicher.“ Ein VPN schützt die Übertragung, nicht das Gerät. Ein verseuchter privater Rechner am VPN ist ein verseuchter Rechner in Ihrem Netz — deshalb gehören verwaltete Geräte und Zwei-Faktor-Anmeldung dazu.
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