Die Zahl der Arbeitsplätze ist nicht der entscheidende Punkt — es gibt Betriebe mit dreißig Leuten ohne Server und Betriebe mit fünf, die einen brauchen. Entscheidend ist die Software: Sobald eine Warenwirtschaft, eine Branchenlösung oder eine Datenbank eine zentrale Installation verlangt, brauchen Sie einen Server, und zwar unabhängig von der Betriebsgröße. Wird ausschließlich mit Office, Mail und Dateien gearbeitet, ist die Cloud in aller Regel günstiger und wartungsärmer. Ein betreuter Server kostet bei uns ab 89 € im Monat, dazu kommt die Hardware.
Die drei Fragen, die die Antwort geben
Erstens: Verlangt eine Ihrer Anwendungen eine zentrale Installation oder einen Datenbankdienst? Dann brauchen Sie einen Server oder einen gemieteten Serverplatz. Zweitens: Gibt es große Dateimengen, mit denen mehrere gleichzeitig arbeiten — CAD, Video, Konstruktionsdaten? Dann ist ein Gerät im Haus meist schneller und billiger als jede Leitung. Drittens: Gibt es Vorgaben, die eine Speicherung im Haus verlangen? Wenn dreimal nein, brauchen Sie keinen Server.
Was ein Server wirklich kostet
Nicht nur die Hardware. Dazu kommen Betriebssystem- und Zugriffslizenzen, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, ein Platz mit Kühlung, die Datensicherung und die laufende Betreuung. Die Betreuung eines Servers kostet bei uns ab 89 € im Monat, die überwachte Datensicherung ab 49 € im Monat. Rechnen Sie über fünf Jahre, nicht über eines — dann wird der Vergleich mit einer Cloud-Lösung erst aussagekräftig, weil auf beiden Seiten die laufenden Kosten sichtbar werden.
Der Zwischenweg, der oft übersehen wird
Zwischen „eigener Server im Keller“ und „alles in der Cloud“ liegt der gemietete Serverplatz in einem Rechenzentrum: Sie haben einen eigenen Server mit Ihrer Fachsoftware, aber ohne Hardware im Haus, ohne Stromversorgung und ohne Sorge um einen Ausfall der Klimatisierung. Für Betriebe mit einer Branchensoftware, die zentral laufen muss, ist das häufig die vernünftigste Lösung — vorausgesetzt, die Internetleitung trägt, denn ab dann steht und fällt alles mit ihr.
Wann ein vorhandener Server abgelöst gehört
Wenn keine Sicherheitsupdates mehr kommen, wenn die Festplatten älter als fünf Jahre sind, wenn es keinen Ersatz für ein defektes Teil mehr gibt, oder wenn niemand mehr weiß, was auf dem Gerät eigentlich läuft. Alter allein ist kein Grund: Ein gepflegter Server mit überwachten Platten und getesteter Wiederherstellung darf auch sechs Jahre laufen. Ungepflegt ist er schon nach drei ein Risiko.
Die Frage, die Sie vor der Entscheidung klären sollten
Wie lange darf es im schlimmsten Fall dauern, bis wieder gearbeitet werden kann? Diese Zahl entscheidet mehr als jede Produktwahl. Bei einem Betrieb, der einen Tag überbrücken kann, genügt eine gute Sicherung. Wer nach zwei Stunden wieder laufen muss, braucht Ersatzhardware oder eine Ausweichumgebung — und das ist eine andere Preisklasse, aber eine begründete.
Kurz gesagt: Lassen Sie die Software entscheiden, nicht die Mitarbeiterzahl. Und rechnen Sie über fünf Jahre — sonst vergleichen Sie eine Anschaffung mit einer Miete.
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