Laufende IT-Betreuung wird in Österreich und Deutschland üblicherweise je Arbeitsplatz und Monat abgerechnet; bei uns beginnt sie bei 29 €. Wer keinen Vertrag will, zahlt Hilfe nach Aufwand — bei uns 95 € je Stunde aus der Ferne und 120 € je Stunde vor Ort zuzüglich Anfahrt. Ab etwa fünf Arbeitsplätzen ist die monatliche Betreuung meist günstiger, weil sie sich schon rechnet, wenn sie einen einzigen Ausfalltag im Jahr verhindert.
Die zwei Abrechnungsarten
Es gibt im Markt genau zwei Modelle, und sie unterscheiden sich weniger im Preis als im Verhalten. Bei der Abrechnung nach Stunden zahlen Sie nur, wenn etwas kaputt ist — mit der unangenehmen Folge, dass niemand vorbeugt. Updates, Überwachung und die Prüfung der Datensicherung sind unbezahlte Arbeit, also passieren sie nicht. Bei der monatlichen Betreuung zahlen Sie eine feste Summe je Arbeitsplatz, und der Anbieter hat ein Eigeninteresse daran, dass nichts ausfällt: Jede Störung kostet ihn Zeit, die nicht extra vergütet wird.
Was in einer laufenden Betreuung enthalten sein muss
Ein Preis je Arbeitsplatz sagt für sich genommen nichts. Vergleichbar wird er erst, wenn dieselben Leistungen dahinterstehen. Fragen Sie ausdrücklich nach: Updates für Betriebssystem und Programme, Überwachung von Speicherplatz und Ausfällen, Benutzerkonten anlegen und sperren, E-Mail und Microsoft 365, Datensicherung samt regelmäßiger Testwiederherstellung, und eine gepflegte Dokumentation aller Geräte und Zugänge. Fehlt einer dieser Punkte, ist der Preis nicht niedriger, sondern die Leistung kleiner.
Was zusätzlich anfällt
Ein betreuter Server kostet bei uns ab 89 € im Monat, die täglich geprüfte Datensicherung ab 49 €. Einmalige Posten sind ein neu eingerichteter Arbeitsplatz mit 190 € und die Einrichtung von Microsoft 365 mit 290 €. Ein IT-Sicherheitscheck mit schriftlichem Bericht liegt bei 490 €. Nicht enthalten sind in aller Regel die Lizenzen selbst und die Hardware — das ist bei allen Anbietern so, gehört aber vor Vertragsschluss ausgesprochen.
Ab wann rechnet sich welche Variante?
Die Faustregel: Unter fünf Arbeitsplätzen ist die Abrechnung nach Stunden meist günstiger, darüber die monatliche Betreuung. Der eigentliche Rechenweg ist aber ein anderer. Überlegen Sie, was ein Tag kostet, an dem niemand arbeiten kann — Löhne, liegengebliebene Aufträge, Termine, die platzen. Bei zehn Mitarbeitern sind das schnell mehrere tausend Euro. Gegen diese Zahl ist die Frage, ob ein Anbieter ein paar Euro je Arbeitsplatz teurer ist, zweitrangig.
Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen
Drei Zeichen: Ein Anbieter nennt einen Preis, ohne die vorhandene Technik gesehen zu haben. Es gibt eine lange Mindestlaufzeit ohne Ausstiegsmöglichkeit. Oder Sie bekommen die Zugänge zu Ihren eigenen Systemen nicht vollständig ausgehändigt. Der letzte Punkt ist der wichtigste: Wer Sie technisch an sich bindet, hat keinen Grund mehr, gut zu sein.
Kurz gesagt: Vergleichen Sie nicht die Zahl, sondern was dahintersteht — und lassen Sie sich vor jedem Angebot eine Bestandsaufnahme geben. Wer Ihnen ohne Blick auf Ihre Technik einen Monatspreis nennt, rät.
Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.