Loxone oder KNX — was passt für welches Gebäude?

5 Min. Lesezeit Florin Feier

KNX ist ein herstellerübergreifender Standard: Geräte verschiedener Hersteller arbeiten zusammen, die Anlage ist langlebig und unabhängig von einer einzelnen Firma, dafür ist Planung und Programmierung aufwendiger. Loxone ist ein System aus einer Hand: schneller eingerichtet, günstiger im Einstieg, dafür an einen Hersteller gebunden. Für ein Wohnhaus mit klarem Umfang ist Loxone meist der wirtschaftlichere Weg, für größere Gebäude, gemischte Gewerke und lange Nutzungsdauer spricht mehr für KNX.

Der eigentliche Unterschied ist nicht die Technik

Beide Systeme schalten Licht, steuern Beschattung und regeln Heizung, und in einem fertigen Haus merkt der Bewohner keinen Unterschied. Der Unterschied liegt in der Bindung. KNX ist eine Norm, an die sich über vierhundert Hersteller halten — ein Taster von Firma A arbeitet mit einem Aktor von Firma B. Loxone ist ein geschlossenes System eines Herstellers, in dem alles aufeinander abgestimmt ist. Das ist ein echter Vorteil bei der Einrichtung und ein echtes Risiko über zwanzig Jahre.

Wann Loxone die bessere Wahl ist

Bei Einfamilienhäusern und Wohnungen mit überschaubarem Umfang, bei denen der Funktionsumfang von Anfang an feststeht und das Budget begrenzt ist. Die Einrichtung geht deutlich schneller, weil weniger einzeln programmiert werden muss, und das Ergebnis ist für den Bewohner sofort bedienbar. Auch bei Nachrüstungen in bestehenden Gebäuden ist Loxone oft praktikabler, weil sich mehr per Funk lösen lässt.

Wann KNX die bessere Wahl ist

Bei größeren Gebäuden, bei Gewerbeobjekten, bei Anlagen, die über Jahrzehnte laufen sollen, und überall dort, wo verschiedene Gewerke zusammenkommen — Lüftung, Heizung, Beschattung, Zutritt, Brandmeldung. Der zweite Grund ist Unabhängigkeit: Bei KNX können Sie den Betreuer wechseln, ohne die Anlage zu tauschen. Bei einem geschlossenen System sind Sie auf den Hersteller und dessen Fortbestand angewiesen.

Die Frage, die vor der Systemwahl kommt

Wichtiger als Loxone oder KNX ist die Frage, was überhaupt automatisiert werden soll — und zwar vor der ersten Leitung. Nachträglich Kabel zu ziehen ist die teuerste Art, ein Gebäude zu automatisieren. Wer im Rohbau die richtigen Leitungen legt, hält sich beide Wege offen und kann später entscheiden. Wer erst nach dem Verputzen fragt, hat die Wahl bereits getroffen, ohne es zu merken.

Was das kostet

Die Kosten hängen fast vollständig davon ab, wie viele Punkte gesteuert werden — jede Leuchtgruppe, jeder Rollladen, jeder Heizkreis ist ein Posten. Deshalb ist jede Zahl ohne Grundriss geraten. Sinnvoll ist eine Planung anhand der tatsächlichen Räume, aus der eine belastbare Aufstellung entsteht. Gebäudeautomation setzen wir projektbezogen vor Ort um, im Einzugsgebiet rund um Vöcklabruck, den Attersee, Gmunden, Wels, Linz und Salzburg.

Kurz gesagt: Entscheiden Sie nicht zwischen zwei Markennamen, sondern zuerst über den Umfang und die geplante Nutzungsdauer. Daraus ergibt sich das System fast von selbst — und im Rohbau kostet die Offenhaltung beider Wege am wenigsten.

Frage zum Thema? Kurz schildern, wir antworten.

Wir melden uns an Werktagen innerhalb von 24 Stunden — mit einer Einschätzung, nicht mit einem Verkaufsgespräch.

Lieber direkt sprechen? WhatsApp +43 676 3808501

Wir rufen Sie zurück

Nummer eintragen, Zeitfenster wählen. Sie hören von Florin Feier persönlich.

WhatsApp Anrufen Projekt anfragen